10 Jahre: HIV-Übertragung unter Therapie ausgeschlossen

Am 30.1. jährt sich die erste wissenschaftliche Veröffentlichung zur Schutzwirkung der HIV-Therapie. Menschen mit und ohne HIV erinnern daran mit „Fliegenden Kondomen“ am Brandenburger Tor.

Unter einer gut wirksamen Therapie ist HIV beim Sex nicht mehr übertragbar. Mit dieser Botschaft sorgte vor 10 Jahren, am 30. Januar 2008, die Eidgenössische Kommission für Aids-Fragen (EKAF) für Furore. Ihr Statement in der Schweizerischen Ärztezeitung löste große Erleichterung bei HIV-positiven Menschen und ihren Partner_innen aus – und eine heftige internationale Debatte.

Nur 10% der Bevölkerung wissen Bescheid.

10 Jahre später ist eindeutig bewiesen: Die Schweizer hatten Recht.

„Schutz durch Therapie“ ist eine anerkannte Safer-Sex-Strategie. Das Wissen über die Nicht-Übertragbarkeit kann Infektionsängste abbauen und so Zurückweisung vermindern. Doch noch immer wissen nur rund 10% der Bevölkerung von der Schutzwirkung der Therapie.

Die Deutsche AIDS-Hilfe informiert im Laufe der kommenden Woche auf ihren Web- und Social-Media-Kanälen ausführlich über das Thema.

Aktion am Brandenburger Tor.

Mit einer Aktion namens „Flying Condoms“ werden am 3. Februar 2018 um 11 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin Menschen mit und ohne HIV auf die Schutzwirkung der HIV-Therapie hinweisen. Veranstalter ist der Verein pro plus berlin e.V.